Ein großer, unauffälliger grauer Betonklotz an der Ecke Werftstraße/Gaardener
Ring: Wo jeden Tag mehrere tausend Menschen achtlos vorbeifahren, befindet sich
seit über 60 Jahren eines der größten zivilen Schutzbauwerke
der Stadt Kiel.
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Gebaut wurde der dreigeschossige Hochbunker 1944 von Häftlingen des berüchtigten
„Arbeitserziehungslagers Nordmark“ unter unmenschlichen Bedingungen
als Werkluftschutzbunker für die Angestellten und Arbeiter der ehemaligen
„Germaniawerft“.
Fertiggestellt wurde der Bunker Anfang des Jahres 1945 als einer der letzten
Luftschutzbunker in Kiel und bot mindestens 1.000 Schutzsuchenden Platz.
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Ab Mitte der 1960er Jahre bis Anfang der 1990er Jahre wurde der Hochbunker
dann im Zuge der Neuorganisation des Zivilschutzes der BRD komplett umgebaut
und erweitert, um nun insgesamt 1.260 Personen für 14 Tage Schutz bei einem
mit nuklearen, biologischen bzw. chemischen Waffen geführten, bewaffneten
Konflikt zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt zu bieten.
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Die Projektgruppe „unter schleswig-holstein“ lädt Sie zu einer
Führung durch den Hochbunker Werftstraße ein. Erfahren Sie bei diesem
Rundgang nicht nur etwas über den Aufbau und die Funktion des Schutzbauwerkes,
sondern auch die Hintergründe die zur Einrichtung führten, sowie viele
weitere interessante Informationen über Schleswig-Holsteins Zivilschutz-
und Militärgeschichte.
Führung: Samstag, 15. August 2009, 11:00 Uhr
Treffpunkt: Kreuzung Werftstraße/Gaardener Ring
Preis: 5 € p.P./ erm. 3 € p.P.
Da die Besucher in kleinen Gruppen durch das Bauwerk geführt werden, ist
eine Voranmeldung notwendig.
Kontakt und Anmeldung:
unter hamburg e.V.
Tel.: 040 / 682 67 560
Fax.: 040 / 682 67 561
Mail: info(at)unter-sh.de