Der Umgang mit NS-Bunkern sorgte in Berlin immer wieder für politischen Zündstoff.
Einst gewährte der Staat üppige Zuschüsse - heute weiß keiner mehr so recht, wo sich die...
Ein Bunker der ganz besonderen Art war gerade mehrere Monate lang im Londoner...
Ein kleiner Wald bei Nindorf, knapp fünf Kilometer von Hohenwestedt entfernt. Eine unauffällige Straße führt in den Wald um nach knapp 700 Metern an einem massiven grünen Schiebetor zu enden. Dort trifft man auf drei Gebäude und einen unscheinbaren Hügel.
Wo sich heute das Tierhotel Nindorfer Hof befindet, war bis zum Jahre 1998 das Luftschutzwarnamt I untergebracht.
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Gebaut wurde es in den 60er Jahren als eines von insgesamt zehn baugleichen Luftschutzwarnämtern in der Bundesrepublik.
Herzstück der gesamten Anlage ist das viergeschossige, 35 Meter lange, 29 Meter breite und 15 Meter hohe Bunkerbauwerk mit Außenwänden und einer Abschlussdecke aus 3 Meter massiven Stahlbeton mit mehr als 100 Räumen.
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Fast 200 Bedienstete sollten von hier, im Falle eines bewaffneten Konfliktes, die schleswig-holsteinische und hamburgische Bevölkerung mittels Sirenen alarmieren. Neben Auswertung der Luftlage, betrieb der Warndienst ein bundesweites Netz an automatisierten Meßstellen zur Erfassung der radioaktiven Strahlung. Dieses Netz diente bei einem Angriff mit atomaren Waffen dazu, den Fallout zu erfassen und die betroffenen Gebiete entsprechend zu warnen. In Friedenszeiten nutzte man diese Technik zur Reaktorüberwachung, bzw. Erfassung von Strahlenbelastungen bei einem etwaigen Störfall. Der nukleare Fallout der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl wurde beispielsweise hier über Norddeutschland erkannt und laufend gemessen.
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Die Arbeitsgruppe „unter schleswig-holstein“ lädt Sie zu einer Führung durch das Schutzbauwerk des ehemaligen Warnamtes I ein. Erfahren Sie bei diesem Rundgang nicht nur etwas über den Aufbau und die Funktion des Schutzbauwerkes, sondern auch die Hintergründe die zur Einrichtung des Warndienstes in der Bundesrepublik führten, sowie viele weitere Informationen über Schleswig-Holsteins Zivilschutz- und Militärgeschichte.
Referent des Rundganges ist Herr Alexander Lipski. Herr Lipski ist Betreiber des Museums "Luftschutz Warnamt 1" in Quickborn bei Hamburg und gilt bundesweit als einer der wenigen Experten auf dem Gebiet des Warndienstes.
Termin: Samstag, 4. September 2010 um 11:00 und 14:00 Uhr.
Treffpunkt: Parkplatz vor dem Tierhotel Nindorfer Hof, Bredenhoop 1, 24594 Nindorf
Die Anfahrt erfolgt über die Straße Bredenhop, geschrieben mit einem "o" !
Preis: 10 € / erm. 7 € pro Person
Da die Besucher in kleinen Gruppen durch das Bauwerk geführt werden, ist eine Voranmeldung notwendig.
Kontakt und Anmeldung:
unter hamburg e.V.
Tel.: 040 / 682 67 560
Fax.: 040 / 682 67 561
Mail: info(at)unter-hamburg.de