Eine alte Kaserne aus den 30er Jahren an einer vielbefahrenen Hauptverkehrsstraße: Ein unauffälliger Abstieg neben dem großen Wirtschaftsgebäude führt in die Tiefe. Wo jeden Tag mehrere tausend Menschen achtlos vorbeifahren, befindet sich unter dem tristen Wirtschaftsgebäude aus den späten 60er Jahren eines der am besten gehüteten Geheimnisse aus der Zeit des Kalten Krieges: ein befestigtes Reserve-Lazarett, oder auch „Sanitätsbunker“ genannt.
Fertiggestellt wurde der Bunker im Jahre 1969. Er verfügte über 300 Betten für verwundete Soldaten der Heimatschutzbrigade 51 und der 6. Panzergrenadierdivision, die hier im Falle eines Krieges hätten behandelt werden sollen. Zusätzlich gibt es in dem Bauwerk noch 250 Schutzplätze für das Sanitätspersonal. Das Besondere: diese 250 Schutzplätze sind in fünf separaten und vom übrigen Bunkerbetrieb autarken Schutzräumen zu jeweils 50 Personen verteilt.
Die Projektgruppe „unter Schleswig-Holstein" lädt Sie zu einer Führung durch dieses Bauwerk ein. Erfahren Sie bei dieser Führung nicht nur etwas über die Funktion des „Sanitätsbunkers“, sondern auch die Hintergründe die zu dessen Errichtung führten.