Der Umgang mit NS-Bunkern sorgte in Berlin immer wieder für politischen Zündstoff.
Einst gewährte der Staat üppige Zuschüsse - heute weiß keiner mehr so recht, wo sich die...
Ein Bunker der ganz besonderen Art war gerade mehrere Monate lang im Londoner...
Ein großer, unauffälliger grauer Betonklotz an der Ecke Werftstraße/ Gaardener Ring in Kiel:
Wo jeden Tag mehre tausend Menschen achtlos dran vorbeifahren, befindet sich seit Ende der 60er Jahre einer der größten öffentlichen Zivilschutzbunker der Stadt Kiel.
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Gebaut wurde der dreigeschossige Hochbunker im Sommer 1944 von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern, sowie Häftlingen des berüchtigten „Arbeitserziehungslagers Nordmark“ unter unmenschlichen Bedingungen als Werkluftschutzbunker der ehemaligen „Friedrich Krupp Germaniawerft“.
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Fertig gestellt wurde der Bunker, als einer der letzten Luftschutzbunker in Kiel, noch kurz vor Kriegsende im Frühjahr 1945 und bot zu diesem Zeitpunkt 1.000 Schutzsuchenden Platz.
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Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 wurde der Hochbunker entfestigt und zeitweise als Lagerhaus genutzt.
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Von 1963 bis 1971 wurde der ehemalige Werkluftschutzbunker dann im Zuge der Neuorganisation des Zivilschutzes der BRD wieder instand gesetzt und vor dem Hintergrund der sich geänderten Bedrohungssituationen umgebaut und erweitert.
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Nach dem Abschluss der Wiedernutzbarmachungsarbeiten Anfang der 70er Jahre bot das Bauwerk nun 1.472 Personen für 14 Tage Schutz im Falle eines mit nuklearen, chemischen und/ oder biologischen Waffen geführten, bewaffneten Konflikt zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt.
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Heute ist der Hochbunker an der Ecke Werftstraße/ Gaardener Ring der letzte noch funktions- und betriebsfähige Zivilschutzbunker in ganz Schleswig-Holstein, was ihn zu einem einmaligen historischen Zeugnis aus der Epoche des „Kalten Krieges“ macht!
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Die Projektgruppe „unter schleswig-holstein“ lädt Sie zu einer Führung durch den Hochbunker Werftstraße ein. Erfahren Sie bei diesem Rundgang nicht nur etwas über den Aufbau und die Funktion des Schutzbauwerkes, sondern auch die Hintergründe die zur Errichtung des Bauwerks führten, sowie viele weitere interessante Informationen über Schleswig-Holsteins Militär- und Zivilschutzgeschichte!
Sondertermine nach Absprache möglich!Treffpunkt: Kreuzung Werftstraße/Gaardener Ring - Einfahrt zum Arbeitsamt
Preis: 5 € p.P./ erm. 3 € p.P.
Da die Besucher in kleinen Gruppen durch das Bauwerk geführt werden, ist eine Voranmeldung notwendig.
Bitte lesen Sie unsere Hinweise und Bedingungen zu den Führungen durch dieses Bauwerk.
Kontakt und Anmeldung:
unter hamburg e.V.
Tel.: 040 / 682 67 560
Fax.: 040 / 682 67 561
Mail: info(at)unter-sh.de