Ein großer, unauffälliger Betonklotz an der Werftstraße in Kiel:
Wo jeden Tag mehre tausend Menschen achtlos vorbeifahren, befindet sich seit dem Ende der 60er Jahre einer der größten öffentlichen Zivilschutzbunker der Stadt Kiel.
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Gebaut wurde der dreigeschossige Hochbunker im Sommer 1944 von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern, sowie Häftlingen des berüchtigten „Arbeitserziehungslagers Nordmark“ unter unmenschlichen Bedingungen als Werkluftschutzbunker der ehemaligen „Friedrich Krupp Germaniawerft“.
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Fertig gestellt wurde das Bauwerk, als einer der letzten Luftschutzbunker in Kiel, noch kurz vor Kriegsende im Frühjahr 1945 und bot zu diesem Zeitpunkt 1.000 Personen Platz.
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Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 wurde der Hochbunker entfestigt und zeitweise als Lagerhaus genutzt.
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Von 1963 bis 1971 wurde der ehemalige Werkluftschutzbunker dann im Zuge der Neuorganisation des Zivilschutzes der BRD wieder instandgesetzt und vor dem Hintergrund der sich geänderten Bedrohungssituationen umgebaut und erweitert.
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Nach dem Abschluss der Wiedernutzbarmachungsarbeiten Anfang der 70er Jahre bot das Bauwerk nun 1.472 Personen für 14 Tage Schutz im Falle eines mit nuklearen, chemischen und/ oder biologischen Waffen geführten Konflikts zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt.
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Seit 2010 befindet sich der Bunker leider in Abwicklung, ein Verkauf ist geplant. Die abgebildeten Gegenstände und Raumausstattungsteile sind größtenteils entfernt worden, sogar die Notstromaggregate wurden bereits demontiert und abtransportiert. Heute stellt sich das Bauwerk als ausgeweideter Koloss des Kalten Krieges dar, Kiel verlor ein weiteres Zeugnis seiner Geschichte !
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