Der Umgang mit NS-Bunkern sorgte in Berlin immer wieder für politischen Zündstoff.
Einst gewährte der Staat üppige Zuschüsse - heute weiß keiner mehr so recht, wo sich die...
Ein Bunker der ganz besonderen Art war gerade mehrere Monate lang im Londoner...
Ein großer, unauffälliger grauer Betonklotz im Kieler Stadtteil Wellingdorf:
In den Räumen des Bunkers, direkt neben der Schwentinebrücke im Wehdenweg, befand sich bis Ende des Jahres 2007 einer der größten öffentlichen Zivilschutzbunker der Stadt Kiel.
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Baubeginn des viergeschossigen Hochbunkers war im April 1941, im Rahmen der zweiten Welle des sogenannten „Führer Sofortprogramms“, dem propagandistischen Bunkerbauprogramm der Nationalsozialisten, als öffentlicher Luftschutzbunker für die Kieler Bevölkerung.
Das Besondere: Der viergeschossige Hochbunker sollte nach dem Kriegsende als südliches Widerlager der geplanten Schwentinebrücke dienen.
Fertig gestellt wurde der Bunker im Verlauf des Jahres 1943 und bot zu diesem Zeitpunkt bis zu 1.180 Menschen einen Schutzplatz.
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Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Mai 1945 wurde der Hochbunker entfestigt und bis Ende der 50er Jahre als Notunterkunft, Lager- und Geschäftsgebäude genutzt.
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Anfang der 60er Jahre wurde der Hochbunker im Zuge der Neuorganisation des Zivilschutzes der BRD wieder instandgesetzt und vor dem Hintergrund der sich geänderten Bedrohungssituationen komplett umgebaut.
Nach dem Abschluss der Wiedernutzbarmachungsarbeiten Mitte der 60er Jahre sollte das Bauwerk nun für den Fall eines mit nuklearen, chemischen und/ oder biologischen Waffen geführten, bewaffneten Konflikts zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt 1.380 Personen für 14 Tage Schutz bieten.
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Ende 2007 wurde der Zivilschutzbunker Wehdenweg aus der Zivilschutzbindung entlassen und in den Jahren 2008 und Anfang 2010 zurückgebaut.
Durch die Entlassung aus der Zivilschutzbindung und dem damit verbunden Rückbau ist der Hochbunker im Wehdenweg heute wieder im Zustand vom Sommer 1945, was ihn zu einem interessanten historischen Zeugnis macht.
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Die Projektgruppe „unter schleswig-holstein“ lädt Sie zu einer Führung durch den Hochbunker Wehdenweg ein. Erfahren Sie bei diesem Rundgang nicht nur etwas über die Geschichte, den Aufbau und die Funktion des Schutzbauwerkes, sondern auch die Hintergründe die zur Errichtung des Bauwerks führten, sowie viele weitere interessante Informationen über Kiels bewegte Militär- und Zivilschutzgeschichte.
Das Besondere an diesem Rundgang: Er findet fast vollständig im Dunklen statt!
Wichtige Hinweise:
Eine Voranmeldung zu diesem Rundgang ist unbedingt erforderlich!
Die Teilnehmerzahl ist pro Rundgang auf maximal 26 Personen beschränkt.
Die Mitnahme von leistungsfähigen Taschenlampen, festem Schuhwerk und robuster, leicht wärmender Kleidung ist unbedingt erforderlich.
Während der Veranstaltung besteht Helmpflicht, diese werden vom Veranstalter gestellt oder können selbst mitgebracht werden.
Vor Beginn des Rundgangs ist von allen Teilnehmern eine Haftungsverzichtserklärung zu unterschreiben.
Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, können nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten an diesem Rundgang teilnehmen.
Sondertermine nach Absprache jederzeit möglich!
Treffpunkt: Hochbunker Wehdenweg 16/ 18; direkt neben der Schwentinebrücke Preis: 5 € p.P./ erm. 3 € p.P.
Kontakt und Anmeldung:
unter hamburg e.V.
Tel.: 040 / 682 67 560
Fax.: 040 / 682 67 561
Mail: info(at)unter-sh.de
Bitte lesen Sie auch unbedingt unsere allgemeinen Hinweise und Bedingungen für diesen Rundgang!